Vertragsbearbeitung

Jede Anfrage eines Kunden ist auf ihre Machbarkeit zu prüfen (die technische Durchführbarkeit mit eigenen und/oder eingekauften Ressourcen ist in der Planung durchzuspielen) und dann monetär bewertet anzubieten. Die darauf folgende Beauftragung durch den Kunden ist die Basis für jede von einem EVU zu erbringende Produktionsleistung.

Planung und Disposition

Bei der Ressourceneinsatzplanung und -disposition können zunächst verkehrstagsbezogene Umlauf- bzw. Dienstpläne erstellt werden. Anschließend werden diese, genau wie der hinterlegte Fahrplan, auf die konkreten Kalendertage herunter gebrochen. Eine Anpassung an die tagesaktuelle Situation ist genauso möglich wie die Berücksichtigung der Ist-Daten bei/nach der Durchführung; hierzu bieten sich manuelle Eingaben im System oder die Verarbeitung von via Schnittstelle empfangenen Informationen (z. B. aus GPS-Ortung oder Daten des Netzbetreibers) an. Eisenbahnen, die direkt mit der kalendertagsbezogenen Planung beginnen wollen, steht selbstverständlich auch diese Möglichkeit offen.

Produktionsdurchführung

Das bezüglich Zugfahrten und Rangieren zugrunde liegende Prinzip ist, für jeden Zeitpunkt zu wissen, welcher Wagen auf welchem Gleis oder an welcher Lok war, ist und sein soll; darüber hinaus werden der technische Zustand (Schäden anhand von Schadcodes, Betriebseinschränkungen) und der Ladezustand geplant und aufgezeichnet. Bei der Ladung werden nicht nur das NHM-Verzeichnis und Gefahrgutinformationen abgebildet, sondern auch Container, Wechselauflieger usw.

In Weiterentwicklung von GIPAS werden das Fahren von Zügen einschließlich der Zugbildung und Zugauflösung unterstützt sowie die Frachtbriefdaten abgebildet. Bei der Zugbildung können – je nach Anforderung der jeweiligen Eisenbahn – verschiedene Regelwerke hinterlegt werden, gegen die die Zugzusammenstellung geprüft wird. So kann für grenzüberschreitende Züge bereits bei der Zugbildung die Einhaltung des Regelwerks hinter der Grenze geprüft werden. Bei der Zugauflösung sind die Besonderheiten eines Rangierbahnhofs mit Ablaufberg berücksichtigt. Die Zugauflösung kann aber selbstverständlich auch über "normale" Rangierbewegungen abgebildet werden. Generell ist das Rangieren sowohl in Bahnhöfen als auch in Anschlussgleisen oder Werksgeländen realisiert.

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